WOCHE -6
Noch 45 Tage 

DREI UNTERSCHRIFTEN

18.3.2019 - Eine eher ruhige Woche liegt hinter mir. Es wurden zwar die zwei großen "Brocken" erledigt, aber noch ist es ja nicht vorbei. Man spürt aber auch, dass es immer näher rückt... das Ende in München.

Habe ich seit Jahren darüber gesprochen und immer wieder mein Umfeld damit verrückt gemacht. Nun habe ich zwar hier und dort in die Ferne gekündigt und aus der Ferne die Bestätigungen bekommen, aber richtig handeln war bisher nicht wirklich.
Noch immer fahre ich jeden Tag nach Hause in meine Wohnung. Noch immer spreche ich Deutsch statt Portugiesisch. Ich fahre immer noch jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Doch das ändert sich etwas nun...

 

SIE IST WEG - WIRKLICH
Es war heute soweit! In einer Sache ist nun nichts mehr rückgängig zu machen: Die Wohnung! Die Unterschrift meinerseits, die Unterschrift meines Nachmieters und die Unterschrift der Eigentümerin besiegeln nun alles. Meine so extrem geliebte Wohnung hat nun seit heute fix (!) einen neuen Nachmieter ab dem 15. April 2019! Jetzt gibt es in diesem Thema kein Zurück mehr. Was bisher überall rein imaginär war und nicht greifbar, ist das nun endgültig. Mein neuer Nachmieter nimmt mir alle Möbel ab, praktisch die gesamte Einrichtung. Das ist jetzt fix und nach nur 16 Monaten verlasse ich diesen Schatz hier.

FÜHRERSCHEIN - REGISTRED
Letzte Woche Freitag ging auch endlich die Anmeldung bei der Führerscheinbehörde durch. Nachdem ich für €83 den Sehtest erneut machen musste, jedoch millionenfach professioneller als der besagte "Spezialist", ist meine Anmeldung endlich durch und in 5 Werktagen bin ich frei geschaltet. Nun steht der April 2019 ganz im Zeichen von den Prüfungen zum Führerschein.

 

Schaffe ich die Theorie? Oder muss ich sogar meine Abreise verlegen?
Verkrafte ich den Abschied von meiner Wohnung Mitte April?
Und wie werden die letzten Tage auf meinem Arbeitsplatz nach 8 Jahren dort?

Alles in der baldigen neuen Folge hier.
Danke fürs Lesen.
Euer Thomas
12.3.19


WOCHE -7
Noch 52 Tage 

SIE IST WEG!

12.3.2019 - Was waren das für zwei Tage letzte Woche! Eine Mischung an Überforderung, Unglaublichkeit und Zufriedenheit. Alles an zwei Tagen und die Erkenntnis, dass die Arroganz in München größer ist, als ich bisher dachte.

Doch von vorne.
Es geht um die Wohnung. Die letzte Woche stand ganz im Fokus einen Nachmieter für die so schöne kleine Wohnung zu finden. Würde ich nicht nach Portugal auswandern, wäre diese kleine Wohnung mein Ein-Und-Alles: Schönes Ambiente, schöne Lage und dieses "Klein aber Fein"-Gefühl. Als ich damals im Januar 2018 eingezogen bin, hatte ich genaue Vorstellungen, wie sie auszusehen hat und es klappte zu 95%. Einzig mein Hochtisch, der auch zum Essen dienen sollte, fiel zu klein aus. Dieses kleine Paradies hatte ich in meinen Augen perfekt eingerichtet. Und selbst der Hausmeister der Anlage findet es "richtig klasse und schön eingerichtet". 

DIE BESICHTIGUNGEN
Nachdem mein bisheriger Favorit kurzfristig abgesagt hat und ich eine Anzeige bei "ImmobilienScout24" einsetzen musste, bekam ich in nur 8 Stunden 81 Nachfragen. Ich schaltete die Anzeige ab, da ich dachte, dass ich genug Interessenten habe. Hier riet mir mein Hausverwalter ab und einer Aussage, die ich zunächst nicht wirklich glaubte, aber am ersten Besichtigungstag erleben sollte. Wenn ich weiterhin darüber nachdenke, kann ich es weiterhin nicht fassen, was auf dem Wohnungsmarkt in München wirklich los ist.
Vor zwei Jahren suchte ich selber eine Wohnung und war jedesmal enttäuscht, wenn ich zu einer Wohnung gar keine Antwort bekommen habe. Hier weiß ich jetzt, warum: Die Masse an Nachrichten und Anfragen ist sicherlich bei noch größeren Wohnung so hoch, dann man als Anzeigenschaltender nur noch weiterclickt. Kommt man dann in die Auswahl für eine Besichtigung war >ich< zumindest sehr froh und habe meine Bewerbermappe vollständig zum Termin nochmal(!!!) mitgebracht und den Termin wahr genommen.

Nicht in München!

An meinem ersten Besichtigungstag waren 6 Personen eingeladen. Von denen hatte ich 5 Zusagen zum Termin. Doch kam nur eine einziger zugesagter Termin. Die anderen kamen überhaupt nicht. Keine Absage. Keine Nachricht. Nichts. Ich war schockiert und kann es nicht fassen, dass man so arrogant sein kann und zugesagten(!) Terminen nicht zu erscheinen. Damit anderen Suchenden die Chance nimmt. Ich war schockiert. Doch genau DAS hatte mir der Hausverwalter voraus gesagt!
Der zweite Besichtigungstag verlief dafür besser. Hier waren 7 Termine angesetzt, wovon 1 eine halbe Stunde vorher wenigstens abgesagt hat. Die anderen kamen alle, aber auch hier hatte nur 1 die vollständige Bewerbermappe dabei! Traurig.

Fazit: Auch der Vermieter einer Wohnung hat es nicht einfach. Professionell ist keiner auf diesem Wohnungsmarkt in München. Jeder sucht eine Wohnung und jeder möchte auch eine haben, doch ordentlich und zuverlässig ists nicht wirklich jeder. Oftmals sogar ist diese Selbstüberschätzung hier in München so groß, dass sie jeweilige Person sich selbst nicht mehr sieht! Das wurde mir letzte Woche wieder bewusst und werde es in Portugal nicht vermissen.

DIE ENTSCHEIDUNG
... hängt nun von einer Auskunft seitens des Top-Kandidaten! Also muss ich noch etwas warten, aber ich denke, es wird gut ausgehen. So kann ich langsam mich auf den zweiten noch offenen "Brocken" konzentrieren: Den Führerschein.

Wer wird der Nachmieter?
Klappt alles beim zweiten Besuch der Führscheinstelle?

Alles in der nächsten Folge.
Bis dahin
Euer Thomas 
12.3.19


WOCHE -8
Noch 60 Tage 

ZWEI RÜCKSCHLÄGE

3.3.2019 - Es wäre auch zu schön gewesen, wenn alles reibungslos geklappt hätte. Obwohl im Ganzen gesehen alles gut läuft und aufgrund meiner sehr frühen Vorbereitung einiges erledigt ist, gibt es doch zwei große "Brocken", die noch nicht erledigt sind. Dort sah es, oder sieht es, noch gut aus, aber das änderte sich am letzten Mittwoch mit einem Doppelschlag.


FAHRSCHULE
Erneut verschiebt sich alles um mindestens zwei Wochen! Denn: Bei der Anmeldung in der Führerscheinstelle fehlten im Sehtest zwei Angaben. Also sie fehlten nicht, sondern wurden von dem "Spezialisten"-Augenarzt durchgestrichen. Das mir genau diese beiden Sachen nun den Weg blockieren für meine Prüfung, wusste ich nicht, aber hätte eventuell der "Spezialist" gewusst. Nun bin ich zwar registriert, aber gesperrt. Somit muss ich nun einen neuen, aus Sicherheit kompletten, Sehtest machen und den dann am 15. März bei der Führerscheinstelle abgeben. Damit schaffen wir aber aufgrund der Bearbeitungsdauer von mindestens 10 Werktagen den Termin für die Theorie-Prüfung am 20. März nicht mehr. Also verschiebt sich diese Prüfung auf den 2.April - somit bleibt mir echt nur noch der ganze April, um diesen Führerschein zu machen. Zeitlich für mich ein Desaster und ob ich das mit diesem Druck alles schaffe?????

WOHNUNG
Hier sah es auch recht gut aus, doch "denkste!"... mein Favorit für die Wohnung sprang fast zeitgleich mit dem Desaster bei der Führerscheinstelle ab! Also nun alles von Vorne mit der Wohnung. Jedoch baute mich das Gespräch mit meinem Verwalter sehr auf und ich bekomme von Ihm sehr gute und hilfreiche Unterstützung. Nun also Anzeige gestartet und nach nur 8 Stunden online über 80 Anfragen bekommen. Witzig dabei: Ich sitze nun auf der anderen Seite einer Wohnungsvermittlung, denn vor knapp zwei Jahren war ich es, der eine Wohnung suchte. Erste Termine für eine Besichtigung stehen und mal sehen, ob wenigstens hier alles klappt. Nehmen die Interessenten all meine Möbel ab??

 

Ich werde extrem geprüft in dieser Zeit, der Druck, etwas zu erreichen, ist enorm und das von so vielen Seiten. Mich immer wieder zurücksetzen und tief durchatmen innerlich und im Kopf ist ein großer Bestandteil derzeit in meinem Leben. Nur dieser eine Satz "Du schaffst das schon!", den kann ich nicht mehr hören! Standart pur... schaffen werde ich es, nur wie es ausgeht und wie ich danach aussehe, ist die Frage!

Nun schauen wir auf die KW-7 und die Besichtigungstermine, wie es da wohl abgeht? Wer mag meine Möbel haben oder muss ich etwa alles verkaufen oder wegschmeissen? Was ist eigentlich mit dem Mobilfunk-Anbieter? Auf das die nächsten Wochen besser werden.

Euer Thomas
3.3.19


WOCHE -10
Noch 69 Tage 

DAS AUF & AB

22.2.2019 - Aus dem wöchentlichen Blog ist derzeit wohl der monatliche Blog geworden. Liegt auch daran, das das Leben hier in München noch "ruhig" verläuft. Oder eher unspektakulär.

DIE FAMILIE
Ende Januar war das traditionelle Treffen bei meiner Familie. Zum Todestag meiner Mutter ist jedes Jahr der Besuch am Grab verbunden mit dem Besuch alle dort wohnenden Familienmitglieder angesagt. Jährliche Fotos machen und in Erinnerungen schwelgen, meinerseits immer wieder mal "Mutti-Bilder" sammeln und einfach die Familie genießen. Das ist und bleibt wichtiger Bestandteil meines Lebens. Die Familie wird größer, dank meiner Cousinen und deren fantastischer Kinder. Der Besuch wird jedes Jahr bleiben. Egal was da kommt.

FAHRSCHULE - INTENSIV?
Diese Frage stellte ich mir im Februar immer wieder. Sie konnte jedoch jedesmal vom Fahrschule-Eigentümer ordentlich beantwortet werden. Es sind lange Wartezeiten seitens der Stadt gegeben. So habe ich erst nächste Woche (über 1 Monat nach Beginn) die ANMELDUNG (!) zur Führerschein-Prüfung und dann erst wieder 1 Monat später die Prüfung der Theorie. Zu viele Menschen wollen den Führerschein machen und die Stadt kommt mit den Anträgen nicht hinterher. Nur durch einen kleinen Trick bekomme ich diesen Termin Ende März und hoffentlich schnell darauf die Praxis-Prüfung. Für mich heisst es dann lernen lernen lernen.

DIE VORBEREITUNGEN
Eigentlich laufen die Vorbereitungen für meinen Umzug recht gut. Jedoch macht aktuell der größte Brocken -die Wohnung- etwas Sorgen. Obwohl mein favorisierter Nachfolger den selben "Background" hat wie ich, stellt sich der Hausverwalter wohl etwas quer. Das bereitet mir natürlich etwas Sorgen, da ich sonst im März nochmal von vorne einen Nachmieter suchen muss, ohne wirklich zu wissen, welche Bedingungen seitens des Eigentümers vorhanden sind. Ebenfalls stellte sich mein Mobilfunk-Anbieter etwas quer, aber da ist eine Lösung in Sicht.
Obwohl alles gut läuft und sich alles organisieren lässt, belastet mich das mit der Wohnung seit zwei Tagen extrem. Der Berg an Arbeit, der mir bei einer Absage bevor steht, obwohl seit Dezember 2018 bekannt ist, dass ich im April ausziehen möchte, macht mir große Sorgen. Nebenbei muss ich mich auf die Fahrschule konzentrieren, sehr viel arbeiten und das noch bewältigen?

Wird der März zur Qual? Oder kann ich mich auf die Theorie-Prüfung vorbereiten?
Schauen wir mal... Mehr dann im Nächsten Eintrag.

Euer Thomas
22.2.19


WOCHE -15
Noch 100 Tage 

DER EINÄUGIGE

22.1.2019 - Als der Einäugige wurde ich bei einem Spezialisten betitelt, als es um den Sehtest ging. Das ich auf meinem linken Auge zu 95% blind bin durch einen Geburtsfehler, das wusste ich. Diesmal war es aber etwas kurios alles.
Als ich vor 8 Jahren die Fahrschule machte, war ich auch Augenarzt, der mir irgendwelche Papiere mitgab und mit denen damals Fielmann mir eine Brille machte. Das war kurz und knapp!
Diesmal, 2019, war ich bei einem Optiker und fiel sofort bei der ersten "Frage" durch. Ich sah nur drei von fünf Reihen der Ringe mit Öffnungen. Der Optiker meinte, ich müsse zu einem Spezialisten. Und genau dort war es kurios: Angefangen hat es mit einem totalen Stromausfall in dem kleinen Einfamilienhaus. Die Praxis war im Erdgeschoss und sah schon recht alt aus. Alt im Sinne von schon länger bestehende Praxis. Auch der Doktor war nicht mehr der jüngste. Nach dem Stromausfall kamen immer mehr "Patienten" rein und ich durfte dann zu Ihm ins eigentliche Behandlungszimmer, was aber eher wie ein Büro aussah. Dort saß ich fünf Minuten und musste dann in einem dunklen Zwischenraum warten, bis ich diesen "Ringe-Test" erneut gemacht habe. Auch hier hat sie (die Frau des Doktors) festgestellt, das ich mit dem linken Auge halt gar nichts sehe. Beide waren dann etwas ratlos und stuften mich somit als Einäugiger für die Prüfstellen-Unterlagen ein. Meine Ängste, dass ich bei einem eventuellen Unfall auf meine Augen angesprochen werde, führten beide zu mehr Unsicherheit und somit schickten sie mich zu einem weiteren Optiker. In dem Fall "Krass Optik". Erst hier (!) wurde ich mit professionellen Gerät untersucht. Mit dem Ergebnis, dass ich keine Brille tragen brauche beim Fahren, da selbst eine Brille keine massiven Verbesserung meiner Augen entstehen lässt. - Also wieder zurück um Augen-Spezia-listen und dort die Unterlagen holen. War halt alles etwas kurios, das dieser "Spezialist" erst die Meinung eines professionellen Optikers abwartet. Naja, Hauptsache ich habe die Unterlagen jetzt. - Nächste Unterlage ist dann ein Besuch bei dem Erste-Hilfe-Kurs! Mindestens 9 Stunden lang!

DIE FAHRSCHULE
Heute war der sechste Tag meiner Fahrschule. Man muss aber dazu sagen, dass ich eine Art Intensiv-Kurs mache. Kompakt und möglichst schnell. Das kostet entsprechend und ich habe bereits eine hohe Summe gezahlt. Daher habe ich in der letzten und aktuellen Woche immer montags, dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils 8:30-10:00 Uhr und 11:30-13:00 Uhr praktische Fahrschule. Und es läuft wesentlich besser als 2010. Ich fühle mich wohl hinter dem Steuer und auch das Schalten funktioniert. Bis heute!
Irgendwie war oder kommt ein "Wurm in das Getriebe". Aktuell trete ich die Kupplung zu schnell und zu oft. Die entsprechende Kritik nach dem ersten Vorwärts-Quer-Einparken war dann ein kleiner Tropfen zu viel für mich und ich musste mich echt zusammenreissen. Das spätere Rückwärts-in-eine-Parklücke-Einparken klappte dann wieder reibungslos. 
Auch erfolgreich war die Suche nach einem früheren Termin bei der Städtischen Prüfstelle bzw. der Termin für die Anmeldung zum "Erstantrag eines Führerscheins ab 18 Jahren". Hatte ich zunächst erst einen Termin am 14. März 2019 (?) als "Intensiv-Azubi", habe ich gestern zufällig einen Termin am 27. Februar 2019 bekommen. Somit kann ich durch einen Antrag eines Eil-Verfahrens die Theoretische Prüfung bereits Anfang März machen und die Praktische dann danach, sobald ich die Theorie bestanden habe. Also fällt auch hier etwas Druck weg.

 

Ansonsten sind es heute exakt noch 100 Tage bis ich offiziell plane in Portugal zu sein. Wir beide, Manuel wie auch ich, vermissen unser gemeinsames Leben. Jedoch am meistens uns selber gegenseitig. Diese Veränderung im Leben von uns beiden, wird hoffentlich uns noch enger zusammen schweißen, als es bereits ist. Meine Vorbereitungen und weitere Bewerbungen laufen bereits. Nach knapp acht Jahren habe ich auch meine Kündigung im derzeitigen Arbeitsplatz abgegeben, weitere Kündigungen sind ebenfalls unterwegs und nun heisst es Warten auf die Reaktionen.

Schließlich kommt nächste Woche wieder einer der wichtigsten Tage im Jahr. Der Tag, an dem ich meiner Mutter Tribut zolle und sie jedes Jahr, auch in Zukunft, ehren und besuchen werden. Die Familie treffe und drei Tage die Tradition aufrecht erhalten werde.

Das und mehr dann im nächsten Eintrag.
Euer Thomas

22.1.19


WOCHE -17
NOCH 116 Tage
ES GEHT LOS

02.01.2019 - Wie fängt man an? „Man hat immer eine Wahl!“ soll eine Art Sprichwort sagen, und das war wieder mal auch bei mir so. Jedoch ist die Wahl bei mir nicht vielfältig oder schwer, es gab nur zwei Möglichkeiten. Jede Möglichkeit hatte oder hätte schwerwiegende Veränderungen in meinem Leben zur Folge. Diese sind nicht zu unterschätzen, jedoch zu unterscheiden.

 

Doch fangen wir von vorne an.

Der letzte offizielle Eintrag hier auf meiner Website war vom 7. März 2018 (Link), frisch wieder getrennt von meinen zwei Männern, die ich zweieinhalb Monate zuvor wieder zurück bekommen habe. Doch diesmal war ich nicht komplett getrennt, sondern nur räumlich. Meine Männer starteten ohne mich das portugiesische Leben neu und waren zu jenem Zeitpunkt für immer aus München abgereist. Bedeutete wieder für mich, mein Leben alleine zu meistern. Und darin bin ich nicht wirklich gut.

Ich bin kein offener Mensch, bevor ich ohne Zweifel oder gar Selbstzweifel mich jemanden öffne und ohne Bedenken anspreche, dauert es ewig. Das liegt in meiner Kindheit zurück, wo ich eher das klassische gemobbte Kind war. Schlimm wurde es damals, als ich mit meiner Familie in eine andere Stadt zog und dort keinerlei Anschluss fand. Dies prägte mich bis in die heutige Zeit.

Da saß ich nun und war alleine, jedoch wieder mit meinem Lebenspartner zusammen. Das das neue Jahr 2018 nicht wirklich besser wurde, als das schlimmste Jahr meines Lebens 2017, ahnte ich noch nicht.

 

Im Sommer nahm mir Gott mein Kind.

Oftmals sagt man „es hat alles einen Sinn“ oder „es hat einen Grund warum das passiert“. Den Grund oder Sinn von Haley‘s Tod habe ich bis heute nicht verstanden und werde ich nicht. Aber es wird minimal besser.

Gut.

Das Jahr 2018 war also wieder mehr einsam für mich und holte mich erneut auf den Grund des Lebens zurück. Somit nicht verwunderlich, dass ich im Herbst dann immer mehr Druck ausübte, mein Leben zu meinem Freund nach Portugal zu verlegen.

 

„Ich will mein Leben und meine Familie zurück“

Das war und ist derzeit mein größter Lebenstraum. Mitte Oktober war es denn endlich soweit und ich startete mit dem Projekt, worin ihr gerade alle lest: „Portugal & Ich“.

 

Jetzt haben wir 2019 und es ist das Jahr der größten Veränderung meines Lebens. Ich breche mein Leben in Deutschland ab und starte in Portugal komplett neu! Neues Umfeld, neuer Job und neue Sprache. Jedoch bedarf das einer ordentlichen Vorbereitung. Man kann zum Glück nicht von heute auf morgen auswandern, auch wenn das einige TV-Formate so darstellen. Hier hatte ich bereits im Dezember alles gelistet: Versicherungen, Arbeitsvertrag, Online-Verträge... und vor allem der Mietvertrag meiner so geliebten kleinen Wohnung. Letzteres hätte mir noch alles verhindern können, was aber Mitte Dezember gut ausging.

 

Nun haben wir Januar 2019 und es geht los! Die Kündigungen gehen in KW2 raus und dann heißt es eigentlich nur noch Abwarten... zumindest in diesem Fall. Doch eine Sache muss ich in den letzten 116 Tagen noch erledigen:

 

Ich benötige auf jeden Fall den Führerschein!

Und in der nächsten Folge berichte ich dann darüber, wie ich gleich 16 Stunden Fahrschule am Stück gemeistert habe.

Alles dann im nächsten Eintrag

Euer Thomas

2.1.19